Die sechs Besten

Anscheinend gibt es in Deutschland rund 200.000 aktive Blogs zu den unterschiedlichsten Themen. Ein Thema das vorne mitspielt ist natürlich Fashion. Wie viele Fashion Blogs es nun in Deutschland wirklich gibt oder sogar weltweit, ist jedoch ziemlich schwer zu sagen. Aber eigentlich interessieren uns vor allem die Blogs, die auch was über faire Mode zu sagen haben, über Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, über den Einfluss von Fast Fashion auf die Umwelt. Und dazu kann es nicht genug Plattformen geben, die hinterfragen, aufklären und Alternativen aufzeigen. Die Blogs, die uns in letzter Zeit am meisten beeindruckt und auch immer wieder inspiriert haben, wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.

VIERTEL\VOR

Credits: ©Marlen Müller

VIERTEL\VOR ist ein Magazin über das, was wirklich wichtig ist. Gegründet von Anna und Marcus, die in Berlin und Brandenburg Zuhause sind und über alle Facetten des grünen Lebens schreiben.

Sie teilen Nachhaltigkeits-News und -Anregungen, Meinungen und Fragen. Sie sprechen mit Menschen, die Bescheid wissen. Menschen, die sich einsetzen für ihre Überzeugung, für sauberes Wasser, natürlichen Strom, kritischen Konsum, weniger Müll, artgerechte Haltung, glückliche Bienen, gesunde Bäume.

Und natürlich ist auch Fair Fashion ein wichtiges Thema. Anna und Marcus berichten von der Fashion Week, zeigen faire Mode für Frauen und Männer und diskutieren bei den wichtigen Eco Fashion Talks mit.

Warum wir sie mögen? Weil sie neben nachhaltiger Mode eine ganze Palette anderer wichtiger Themen auffahren und keine Scheu davor haben, Kritik zu äußern, die in Zeiten von perfekten Instagram Bildern immer wieder in Vergessenheit gerät.

DARIADARIA

Credits: ©dariadaria

Das ist wohl einer der größten Fair Fashion Blogs, die es derzeit gibt. Das hat sich Maddie, die den Blog in 2010 gestartet hat und damals noch Outfit Posts mit Fast Fashion Marken veröffentlichte, sicherlich auch nicht denken können, welche Wendung ihr Leben nehmen wird.

Ich kann mich noch ganz genau an ihren Satz erinnern aus dem Bericht, den sie geschrieben hatte, als sie 2013 genau diesen Wendepunkt erreicht hatte: „Ich möchte mich übergeben. über alle meine Kleidungsstücke, die ich kaufe, im vollen Bewusstsein wie diese produziert werden.“

Zwischen diesem Satz und ihrem heutigen Blog Auftritt ist so einiges passiert. Maddie präsentiert nicht nur die schönsten Outfits aus Fair Fashion und Second Hand, sie ist auch Veganerin, Zero Waste Verfechterin, Jakobsweg Pilgerin, Müll Aufsammlerin, Yoga „every damn day“ Macherin und vieles vieles mehr.

Warum wir sie mögen? Maddie lässt sich einfach absolut in keine Schublade stecken. Sie zeigt sich super authentisch, egal um welches Thema es gerade geht und strebt nicht zum Perfektionismus, sondern lässt auch Schwächen zu, die dadurch keine Schwächen mehr sind. Sie hat ihren eigenen Stil, kann sowohl Hochdeutsch als auch Wienerisch und traut sich auch ungeschminkt vor die Kamera.

STELLAMINA

Credits: ©Lydia Hersberger

Müssten wir eine Stadt zur Hauptstadt der Fair Fashion Blogger küren, wäre es definitiv Wien. Denn von hier kommt ein weiterer Lieblingsblog von uns: STELLAMINA ist eine Bühne für Green Lifestyle, Mode & Design, Ernährung & Fitness sowie Social Entrepreneurship.

Die Regisseurin in diesem Stück heißt Amina Stella und beweist mit jedem Post ein ausgeprägtes Gespür für Ästhetik. Ihre Bilder wirken schon fast künstlerisch und belehren Jeden, der meint, dass Öko nicht schön sein kann, eines Besseren.

So kunstvoll wie ihre Fotos, sind auch die Texte, die sie schreibt. Ob ausführliche Berichte über bewussten Konsum oder kurze Instagram Captions, es macht einfach Spaß ihre Worte zu lesen und inhaltlich geben sie auch einiges her.

Warum wir sie mögen? Amina hat dieses Jahr etwas ganz Großes erschaffen. Gemeinsam mit dem Kunstkinder Mag und weiteren BloggerInnen, hat sie den Fair Fashion Guide #WardrobeRevolution herausgebracht und bietet diesen hier zum kostenfreien Download an. Mehr Wissen geht kaum!

KUNSTKINDER MAG

Credits: ©Lena Scherer

Mit dem Kunstkinder Mag haben Esther und Anna eine Mischung aus Blog und Magazin geschaffen, ein sogenanntes Blogazin. Es richtet sich nicht nur an Modemenschen, sondern auch an LebenskünstlerInnen, Stadtkinder und WeltverbesserInnen.

Im Vordergrund steht ganz klar Slow Fashion. Was daran anders ist, als an dem Begriff Fair Fashion, fragt Ihr Euch? Es geht dabei darum, die Fashion Branche zu entschleunigen und seinen eigenen Kleiderkonsum zu hinterfragen.

Sie zeigen nämlich nicht nur die neuesten, coolsten, fairsten Labels, sondern schreiben auch über Vintage Mode und Second Hand, wie man aus weniger mehr macht oder aus alt wieder neu. Sie geben außerdem Tipps zu „support your locals“ oder wie man sich am besten eine Capsule Wardrobe zusammenstellt.

Warum wir sie mögen? Weil die beiden Mädels aus Hamburg sich nicht nur auf Trends und Fashion ausruhen, sondern von wahrer Schönheit der Mode sprechen, die unvergänglich ist. Ihr eher minimalistischer und klarer Stil mit einem Hauch French Chic ist zudem besonders hübsch anzuschauen.

VEGGIE LOVE

Credits: ©Grit Siwonia

Eigentlich könnte Franziskas Blog auch VEGAN LOVE heißen, denn hier dreht sich alles um den veganen Lifestyle und mit alles meinen wir wirklich alles. Es geht nicht nur um Ernährung, sondern auch um Fashion, Beauty und Reisen.

Denn Franziska liebt schöne Cafés und coole Restaurants, duftige Kosmetik und tolle Klamotten und möchte auf nichts davon verzichten. Aber es sollte auch niemand dafür leiden, weder Tiere noch Menschen noch die Umwelt.

Ihre Tipps und Erfahrungen sind für jeden Neu- und Alt-Veganer (oder auch Nicht-Veganer) ein Must-read und wenn man nicht genug davon kriegen kann, kann man sich auch in die zahlreichen Publikationen von Franziska vertiefen.

Warum wir sie mögen? Mit VEGGIE LOVE war Franziska eine der Vorreiterinnen in der nachhaltigen Blogger-Szene und bringt damit viel Know-how und Erfahrung mit. Und beweist seit 2010, dass auch Mode fair und vegan und gleichzeitig schön geht.

FAIRKNALLT

Credits: ©Marie Hochhaus

Im Gegensatz zu Franziska ist Marie noch relativ neu im Blogger-Business. Fairknallt gibt es nämlich erst seit 2016, dafür ist es aber schon reichlich gefüllt mit nützlichen Facts über nachhaltige Labels und Stores, Zertifikate und Materialien.

Außerdem präsentiert Marie regelmäßig die neuesten Fair Fashion Outfits, bei denen sie Marken aus dem höheren Preissegment mit bezahlbaren Teilen kombiniert. Passend dazu gibt es auch alles rund um das Thema Naturkosmetik und Schmink-Tipps.

Und da Marie ja auch bekanntlich als Model arbeitet, gibt sie auf den Bildern eine ziemlich gute Figur ab.

Warum wir sie mögen? Weil Marie ihre Bekanntheit dafür nutzt, Fair Fashion mehr Gehör zu verleihen und auch den letzten Öko-Staubkorn beiseite zu wischen. Wir sagen: Weiter so, da können sich noch einige Leute aus dem Mode-Business was von Marie abschauen!

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