Newcomer Teesy im Interview: Musik ist sein Glücksrezept

Spätestens seitdem Teesy beim Bundesvision Songcontest auf dem Siegertreppchen gelandet ist, darf man ihn in seiner Newcomer-Rolle nicht mehr unterschätzen. Uns sagt er im Interview, warum er die Angst vor Entscheidungen nie wirklich loswird und warum auf seinen Konzerten meist Frauen in der ersten Reihe stehen.

GREENALITY: Viele unserer Leser kennen dich vielleicht erst seit deinem Auftritt beim Bundesvision Songcontest im September. Glückwunsch von uns zum dritten Platz! Sag an: Wem hättest du insgeheim den Sieg gewünscht?
TEESY: Danke sehr! Uns natürlich! Wir waren schon extrem stolz auf den dritten, aber der erste hätte natürlich noch besser geschmeckt.

GREENALITY: Deine ersten Alben sind in englischer Sprache erschienen, jetzt kann man dich in deutscher Sprache hören. Bist du privat auch eher Fan von deutschsprachiger Musik? Wen feierst du im Moment?
TEESY: Mittlerweile höre ich fast ausschließlich deutsche Musik. Ich bin sehr spät erst zu deutschem Rap gekommen und hatte vieles nachzuholen. Ich hab mir vor kurzem dann alte Max Herre Alben geholt und die Dinger verschlungen. Megaloh ist riesig, Heisskalt ist top. Dissythekid ist ein weiterer interessanter Newcomer, der mich anfixt. Viel los gerade.

GREENALITY: Dein aktuelles Album heißt „Glücksrezepte“. Würdest du sagen, dass du mit der Musik dein persönliches Glücksrezept gefunden hast?
TEESY: Das könnte fast hinhauen. In Musik finde ich immer eine Art Ruhe-Moment. Ich kann mich einfach so schön drin verlieren, mich morgens an einen Beat setzen, abends vom Schreibtisch aufstehen und denken „Huch, wo ist der Tag hin?“. Und trotzdem hab ich meine Zeit nicht vergeudet. Stell dir mal ein Leben ohne Musik vor. Filme, Werbung, Restaurants ohne Musik, keine Konzerte.

GREENALITY: In deinem gemeinsamen Track mit Megaloh Generation Maybe charakterisierst du deine Generation als nicht entscheidungsfreudig. Lebst du selbst auch mit offengehaltenen Türen und vielen Optionen?
TEESY: Ja, immer. Wer kennt das nicht. Du hast Angst, eine neue Tür zu öffnen, wenn du eine andere dafür schließen musst. Ich freu mich auf Neues, bin aber gleichzeitig wehmütig, Altes dafür hinter mir zu lassen. Ich weiß nicht, ob sich daran nochmal was ändern wird.

GREENALITY: Auf deinem Album findet sich alles: Rap, RnB und auch Soul. Schwierig, dich einem Genre zuzuordnen! Jetzt aber Hand aufs Herz: Bist du Rapper oder Sänger?
TEESY: Ganz einfach, wenn ich rappe bin ich Rapper, wenn ich singe, bin ich Sänger. Ich sehe die Einordnung in Genres nicht zu eng. Mal hier mal da, im Endeffekt zählt die Qualität des Songs und wenn die stimmt, kann es Techno, Dubstep oder sonst was sein.

GREENALITY: Du hast kein Smartphone. Warum?
TEESY: Ich bin gern ein wenig Anti. Ich bin zufrieden mit meinem jetzigen Handy. Telefonieren, SMS, mehr brauch ich nicht.

GREENALITY: Wir finden, bei deinem Label Chimperator bist du eindeutig der neue Frauenschwarm. Gib’s zu, dir gefällt’s!
TEESY: Wer war denn der alte? Aber ja, zumindest ist es in den vorderen Reihen bei Konzerten überwiegend weiblich. Die Männchen tummeln sich da, wo es Bier gibt. Ich nehme an, bei meinem Musikstil und den Themen, die ich behandel, ist ein Weibchenüberschuss nicht unnormal. Aber ich find’s schön, trotzdem so viele Männer begeistern zu können. Bei den Konzerten zeigt sich das zumindest des Öfteren.

Jetzt heißt es wieder: Entweder oder!
Bier oder Longdrink? Longdrink.
Iron Maiden oder Manowar? Kenn ich leider nur vom Namen her.
Hochziehen oder Nase putzen? Putzen.
Farid Bang oder Laas Unltd? Laas!

Facebook: Teesy

Credits:
Pressefotos Teesy  © Marco j. Schöler
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