Nie wieder Akku leer: Ein Kraftwerk für die Hosentasche

Smartphones haben einen großen Nachteil: Der Akku ist ständig leer. Mit dieser neuen Erfindung könnte das Problem fürs Erste gelöst werden.

Eigentlich sag ichs ja immer und immer wieder: Bei einem normalen Handy würde euch das nie passieren mit dem ständig leeren Akku. Ich habe meistens eine Woche lang Akku.

Gut, dafür kann mein Handy nix außer telefonieren und SMS schreiben, aber immerhin: Akku hat es. Dieses Killer-Argument werde ich wohl nicht mehr lange bringen können, denn bald gibts da was Neues…

Zwar wurden für Smartphones bereits Akkupacks entwickelt, die das Handy dann einige Zeit länger ohne Steckdose leben lassen, das hält allerdings nicht allzu lange. Jetzt gibt es bei Kickstarter eine neue, vielversprechende Crowdfunding-Kampagne.

kraftwerk: Strom aus der Hosentasche

Eine mobile Ladestation für Smartphones, Tablets und andere elektronische Kleingeräte. Das Dresdner Startup eZelleron sorgt mit seiner Entwicklung für Furore auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter.

Schon nach wenigen Tagen hatten die Dresdner 500.000 US-Dollar, also fast die Hälfte des Fundingziels gesammelt. Inzwischen sind es mehr als 1.000.000 Dollar. Und es wird mit Sicherheit noch mehr.

Der Grund für die Begeisterung im Netz: Alles was man für das 200 Gramm schwere Mini-Kraftwerk benötigt, ist Flüssiggas. Also etwas, was man überall kaufen kann. Mit einer Kartusche könne man, so eZelleron-Chef Sascha Kühn, ein Smartphone zwölfmal aufladen. Klar, dass die Crowd da begeistert ist.

Geschützt von über 27 Patenten

“Microtubular Metallic Fuel Cells”. So heißen die Dinger, die den Strom produzieren sollen. Es sind stäbchenförmige Brennstoffzellen, die Kohlenwasserstoffe in Strom umwandeln können. Fünf davon stecken in jedem Kraftwerk. Das ergibt eine Spannung von fünf Volt.

Das Startup-Unternehmen sammelt fleißig weiter. 150 US-Dollar (ca. 124 Euro) soll das Teil dann kosten. Erstbesteller können das Mini-Kraftwerk für die Hosentasche schon für 79 Dollar erstehen.

Mit insgesamt 27 Patenten ist das Gerät abgesichert, das mit Unterstützung von Entwicklungspartnern wie der Fachhochschule Oberösterreich und dem Fraunhofer-Institut für keramische Technologien Ende 2015 auf den Markt kommen soll.

Ach und Kühn beteuert auch, dass das Gas für dieses Mini-Kraftwerk nicht aus Erdöl, sondern aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden soll… Nagut.

 

Credits: Bilder von kraftwerk via kickstarter.com

 

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