Kraut & Rüben – Teil 6: Gartenarbeit leicht gemacht

Dieser Beitrag ist Teil 6 von 6 in der Serie Kraut und Rüben

Der Frühling ist in vollem Gange und lockt mit warmen Temperaturen nach draußen an die frische Luft. Ideale Gegebenheiten also um im Garten oder auf dem Balkon am Gemüsebeet herumzuwerkeln. Egal ob im Hochbeet oder im Garten hinterm Haus, so ein Gemüsebeet braucht einiges an Pflege und Zuwendung. Um Dir Deine Gartenpflege zu erleichtern, haben wir ein paar nützliche Tipps und Tricks rund ums Thema Gärtnern und Gemüseanbau zusammengetragen. 

 

Tipp 1: Gießen leicht gemacht

Regelmäßiges Gießen (natürlich in den richtigen Mengen) ist das A und O beim Gemüseanbau. Aber was, wenn man mal ein paar Tage nicht zum Gießen kommt oder sich generell etwas schwer tut, die richtige Menge an Wasser zu erwischen? Ein einfacher Trick schafft hier Abhilfe. Alles was Du dafür brauchst ist eine alte PET-Flasche. In den Deckelverschluss der Flasche wird ein kleines Loch gebohrt. Dann wird der Boden der Flasche einfach mit einem Cuttermesser entfernt. Steckst Du die Flasche dann mit dem Hals voraus in die Erde neben Deine Pflanzen, hast Du ohne großen Aufwand ein kleines Bewässerungssystem gebaut. Denn die Flasche kann jetzt mit Wasser aufgefüllt werden und durch die kleine Öffnung im Deckel gelangt genau die richtige Menge an Flüssigkeit nach draußen in Dein Beet. 

 

Tipp 2: Schutz vor frostigen Nächten

Auch wenn man tagsüber schon gut ohne Jacke in der Sonne liegen kann, wird es nachts dann doch schon mal ziemlich frisch. Um Deine Gemüsepflanzen vor den frostigen Temperaturen zu schützen, brauchst Du nur ein paar Terrakotta Töpfe. Nachts über deine empfindlichen Pflanzen gestülpt, bieten sie den perfekten Schutz vor Kälte, denn die Töpfe speichern Wärme und geben diese an die Pflanzen ab.

 

Tipp 3: Die richtigen Nachbarn auswählen

Im Gemüsebeet auf gute Nachbarschaft zu achten lohnt sich – das haben wir auch schon in früheren Kraut & Rüben Beiträgen näher erläutert. So schützen sich manche Pflanzen zum Beispiel gegenseitig vor Schädlingen oder Pilzbefall. Doch Achtung – bei der Auswahl der Gemüse Nachbarn ist Vorsicht geboten! Denn es gibt auch Kombinationen, die sich alles andere als gut vertragen, einander die Nährstoffe wegnehmen und sich so beim Wachsen behindern. Kürbis und Kartoffeln, Gurke und Radieschen oder Fenchel und Tomaten sind zum Beispiel keine guten Nachbarn und sollten deshalb nicht nebeneinander ins Beet gepflanzt werden. Es bewährt sich also: Schon vor der Aussaat genau zu überlegen, was alles mit in den Garten einziehen darf, denn so kannst Du Dir im Nachhinein einiges an Arbeit ersparen.

 

Tipp 4: Gemüse für das Gemüse

Wenn das nächste mal leckeres Gemüse in Deinem Kochtopf landet, kann auch Dein Beet davon profitieren! Denn das Wasser, das beim Kochen von Gemüse übrig bleibt, kann auch zum Gießen verwendet werden und ist außerdem sehr nährstoffreich. Dadurch gibst Du Deinen Pflanzen eine Extraportion Nährstoffe, was ihnen beim Wachsen hilft. Selbstverständlich sollte nicht das kochende Wasser ins Beet gegossen werden, sondern erst wenn es vollständig abgekühlt ist zum Gießen verwendet werden.


Tipp 5: Sparfüchse aufgepasst: Günstig an Saatgut kommen

Du möchtest unbedingt eine Deiner exotischen Lieblings-Gemüsesorten anbauen, findest aber nirgends das richtige Saatgut dafür? Oder hast Du schlichtweg keine Lust dafür extra Geld auszugeben? Dann haben wir gute Neuigkeiten für Dich, denn Du kannst es Dir einfach machen und das nächste Mal, wenn Du Deine Gemüsesorte im Laden kaufst, das Saatgut direkt hiervon entnehmen. Natürlich musst Du hier aber auch auf die jeweiligen Rahmenbedingungen acht geben, die die jeweiligen Obst- oder Gemüsesorten benötigen um zu wachsen. Wenn dein heimisches Klima eher kühler und unbeständiger ist, ist es wenig realistisch, dass in Deinem Beet Wassermelonen oder Mangos gedeihen. Außerdem sollte das Saatgut auch hier von hoher Qualität und bestenfalls biologischen Ursprungs sein. 

 

Tipp 6: Stechmücken ade! So hältst Du Blutsauger fern

Wer kennt es nicht – werden die Temperaturen wärmer kommen auch die lästigen Stechmücken wieder zum Vorschein und hinterlassen juckende Stiche auf der Haut. Besonders störend sind die kleinen Biester, wenn man an einem warmen Frühlings- oder Sommerabend noch die Luft im Garten oder auf dem Balkon genießen möchte. Zwar gibt es zahlreiche Duftkerzen und Co., die Stechmücken fernhalten sollen, es geht aber sogar noch einfacher. Pflanzt Du in Deinem Gemüsegarten Tomaten, schlägt deren Geruch die fiesen Mücken in die Flucht. So kannst Du auch zur Stechmücken Hochsaison entspannt draußen sitzen ohne ständig attackiert zu werden.


Tipp 7: Abwarten und Tee trinken

Diesen Tipp kannst du sogar wortwörtlich nehmen! Schon in einem vorherigen Beitrag von uns hat sich alles rund um das ökologische Düngen gedreht. Einen tollen Tipp haben wir Dir dabei aber noch vorenthalten, denn als natürliches Düngemittel für Deine Pflanzen kannst Du auch Tee verwenden. Verschiedene Sorten haben dabei auch unterschiedliche Wirkungen und Vorteile. Schwarzer Tee zum Beispiel hat eine desinfizierende Wirkung und wirkt deshalb zusätzlich noch als Schutz vor Schädlingen. Kamillentee wirkt sich positiv auf die Bakterienflora in der Erde aus und ist deshalb vor allem zur Aufzucht von noch jungen Pflanzen gut geeignet. Auch Pfefferminztee kann als Dünger verwendet werden und schlägt dazu noch Ameisen und Erdflöhe in die Flucht.

 

Tipp 8: Nachwachsendes Gemüse

Einige Gemüsesorten liefern nicht nur einmal Erträge, sondern bereichern Dich bei guter Pflege über einen langen Zeitraum hinweg mit einer regelmäßigen Ernte. Zu den so genannten nachwachsenden Gemüsesorten zählen unter anderem Frühlingszwiebel, Lauch, Salat, Sellerie und verschiedene Kräuter. Frühlingszwiebeln beispielsweise müssen dabei nicht mal draußen im Beet bleiben, sondern können Dich auch in Deiner Küche mit einer regelmäßigen Ernte versorgen. Dafür musst Du die Knolle samt Wurzeln ernten und in ein Gefäß mit Wasser stellen. Die grünen Zwiebelrohre wachsen so beständig nach, Du musst nur achtgeben, dass die Pflanze regelmäßig mit frischem Wasser versorgt wird. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das übrigens mit Lauch. Auch Kräuter wie Minze oder Basilikum bilden nach der Ernte immer wieder frische Blätter und versorgen Dich so lange mit ihren Erträgen. Du kannst sie außerdem ganz einfach nachziehen, indem Du einen Stängel der jeweiligen Pflanze in ein Glas mit Wasser stellst. Nach einiger Zeit bilden sich hier Wurzeln und der Sprössling darf wieder in die Erde gepflanzt werden. Durch nachwachsendes Gemüse hast Du eine lange Zeit etwas von den jeweiligen Gemüsesorten. Außerdem schont das auf lange Sicht auch Deinen Geldbeutel. 

 

Dir haben die Tipps gefallen? Dann nichts wie los in den Garten oder auf den Balkon um ein paar der Sachen direkt auszuprobieren! Wir hoffen, dass das ein oder andere dabei war, das Dir bei der Gartenarbeit zur Hilfe kommen kann. 

 

Dran bleiben lohnt sich übrigens, denn bald ist es soweit und das erste Gemüse kann endlich geerntet werden. Natürlich nehmen wir Dich dabei auch wieder mit und berichten Dir alles über die erste Gemüseernte und was es dabei alles zu beachten gibt!

 

Foto-Credits:©monticellllo/Adobe Stock, ©RW Jemmett/Adobe Stock,©Silvia/Adobe Stock

Hier geht es weiter in unserer Serie: << Kraut und Rüben – Teil 5: Unerwünschte Besucher – Was hilft gegen Unkraut und Schädlinge? 
More from Alicia Schweizer

#SupportBangladesh: GREENALITY Corona-Hilfe

Die ganze Welt befindet sich momentan im Ausnahmezustand. Die Corona-Krise betrifft uns...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.