Jetzt wird aufgeräumt: The Ocean Cleanup

Millionen Tonnen Plastik landen in unseren Ozeanen. Nicht nur unzählige Meerestiere und damit das gesamte Ökosystem sind bedroht, sondern auch die Wirtschaft. Die Säuberung der Strände und Ozeane kosten Unmengen von Geld. Der 19-jährige Boyan Slat hat nun das Crowdfunding Projekt „The Ocean Cleanup“ ins Leben gerufen.

Hundert bis hundertfünfzig Millionen Tonnen Müll befinden sich derzeit in unseren Meeren, von dem 70 Prozent an den Meeresboden sinken, 15 Prozent an der Wasseroberfläche bleiben und 15 Prozent an die Strände gespült werden.

60 Prozent des Mülls ist Plastik, also Zivilisationsmüll aus Kunststoffen wie Plastiktüten, CD-Hüllen oder Ähnliches. Der verstärkten Einsatz von Mikroplastik macht die ganze Sache natürlich nicht besser. Die größeren Kunststoffteile werden mit der Zeit in kleinere Teile zersetzt, die schließlich als giftige Chemikalien in der Nahrung der Meeresbewohner landen.

Momentan gibt es fünf sogenannte „Müllstrudel“, also durch Meeresströmungen entstandene Wirbel, in denen sich unser Müll sammelt. Im Nordpazifik befindet sich der größte, der pazifische Müllstrudel. Die „größte Müllhalde der Welt“ ist in den letzten 40 Jahren um das Hundertfache angewachsen und inzwischen zweimal so groß wie Deutschland.

Die 5 Müllstrudel in den Ozeanen

Der 19-jährige Holländer Boyan Slat will nun mit dem Projekt The Ocean Cleanup in fünf Jahren 7,25 Millionen Tonnen Plastik aus den Ozeanen entfernen. Er will die Meeresströmungen nutzen und um jeden Wirbel ein Netzwerk von treibenden „Auslegern“ und Verarbeitungsplattformen legen. Die Ausleger agieren als Trichter und bringen den Müll in die Verabeitungsplattformen, in denen er aus dem Wasser gefiltert wird und schließlich auf dem Festland recycelt wird.

Da nicht mit Netzen gearbeitet wird und sich die Ausleger mit der Strömung bewegen, sind die Meeresbewohner nicht gefährdet. Laut Slat sollten die Einnahmen mit dem recycelten Plastik die Ausgaben des Projekts decken.

Für seine Erfindung erhielt der 19-Jährige bereits einen Preis im Bereich bestes technisches Design von der Universität in Delft. Zwar muss weiterhin noch einiges perfektioniert werden, es sind noch längst nicht alle Machbarkeitsstudien komplettiert. Dafür brauchen er und sein Team finanzielle Unterstützung.

Allerdings wird diese Aktion den Müll lediglich aus den Ozeanen entfernen. Slat sagt selber, dass es keine langfristige Lösung für unser Müllproblem ist. Wir sollten es eher als Chance sehen und alles daran setzen, dass wir irgendwann ein solches Projekt nicht mehr brauchen.

Hier könnt ihr spenden. Wenn man gerade nicht so flüssig ist, kann man bereits mit 4,65 Euro das Entfernen von 1 kg Plastik unterstützen, für 35 Euro sind es immerhin schon 7 kg.

Credits: Bilder von theoceancleanup.com

 

Written By
More from Lisa Stanew

Die Antilopen Gang im Interview: Eine Endlosschleife des Glücks

Die Antilopen Gang, das sind die, die in den letzten Jahren das...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.