Höchste Zeit für VIERTEL\VOR

Hallo Anna und Marcus, Ihr zwei habt gemeinsam den Blog VIERTEL\VOR gegründet. Könnt Ihr uns zu Beginn erstmal was zu Euch beiden erzählen?

A: Hallo, wir sind Anna und Marcus, Journalistin und Video-Regisseur / Fotograf aus Berlin beziehungsweise Brandenburg. Wir beide arbeiten seit Jahren als Freelancer in unseren Jobs mit vielen großen Verlagen, Agenturen und Brands zusammen. Das ist gut und macht Spaß. Wir haben uns aber beide schon lange danach gesehnt, vor allem die Menschen, Innovationen und Produkte zu treffen und zu beschreiben, die uns persönlich wirklich wichtig sind. Und das sind vor allem diejenigen, die unsere (Um-)welt Step by Step ein kleines bisschen grüner, gesünder, besser machen.

Mit Eurem Blog sprecht Ihr unterschiedliche Themen zur Nachhaltigkeit an. Von Ökostrom über Ernährung bis zu fairer Mode sind viele unterschiedliche und interessante Bereiche vertreten. Wann und wie kam Euch denn die Idee dazu?

M: An einem Punkt, an dem wir beide ein bisschen müde und übersättigt waren von sich wiederholenden konventionellen Themen, Fastlife und Konsumgesellschaft. Wir haben ein Haus auf dem Land gekauft, uns ein bisschen raus gezogen und festgestellt, dass wir uns auch in unserer Arbeit mehr mit dem beschäftigen wollen, was (uns) wirklich wichtig ist. Und möglichst breit gefächert und mit den Tools, die wir aus unserem jeweiligen Berufsleben kennen: mit Stil und mit Spaß.

A: Viertel\Vor steht für die symbolischen 15 Minuten die uns als Menschen bleiben, um den Planeten fit zu machen und fit zu halten. Je nach dem, wie man so drauf ist kann man sagen: Oh Schreck, dafür haben wir nur noch 15 Minuten Zeit – oder eben: Cool, noch 15 Minuten! Das schaffen wir! Unsere Haltung ist Letztere. Wir denken gerne positiv und schreiben über Nachhaltigkeit ohne zu belehren. Keiner mag einen erhobenen Zeigefinger!

Wie findet Ihr Eure Themen über die Ihr schreibt?

M: Je mehr man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt, desto mehr Fragen ergeben sich ganz automatisch. Nachhaltigkeit betrifft jeden Lebensbereich, weil man es nicht alleine denken kann. Deswegen gibt es unendlich viele Themen, die man angehen kann.

A: Genau. Meinungsstücke und Co. ergeben sich dabei einfach durch die Dinge, die wir uns selbst fragen oder die uns auf der Seele brennen. Protagonisten finden wir auf Messen oder in anderen Medien und mittlerweile werden auch viele Themen ganz direkt an uns heran getragen.

Credits: ©Michi Schunck

Was ist das Spannendste für Euch am Bloggen und auf was könntet Ihr gut verzichten?

A: Für mich all das, was ich an meinem Beruf als Journalistin eh spannend finde. Neues zu erfahren, zu lernen von Menschen und ihren Geschichten und bestenfalls auch andere zu inspirieren oder jetzt mit dem Viertel\Vor vielleicht ein bisschen zum Umdenken anzuregen. Ganz persönlich macht mir am Bloggen den meisten Spaß, mein eigenes Ding machen zu können. Verzichten will ich eigentlich auf nichts. Außer darauf, auf Social Media unser Zuhause von innen zu zeigen…

M: Ich finde die Leute am Spannendsten, die man dabei kennen lernt. Die nachhaltige Community ist sehr engagiert, gut vernetzt und alle versuchen den anderen zu pushen. Außerdem freuen wir uns immer sehr darüber, wenn wir tatsächlich Menschen mit unseren Themen zum Neudenken bringen. Das ist letztlich auch das, was wir wollen: unseren Beitrag leisten für eine gute Zukunft.

Ist es manchmal schwierig die Grenze zu ziehen zwischen dem Privatleben und dem Bloggen? Wenn ja, woran macht sich das bemerkbar? Und wie schafft Ihr es dann?

M: Wir arbeiten eigentlich sehr gern zusammen. Jeder hat seine Spezialgebiete und da ergänzen wir uns ganz gut. Zwischen Arbeit und Privat zu unterscheiden mussten wir aber tatsächlich auch erst lernen. Schließlich sind die Viertel\Vor Themen ja auch Themen, die uns privat wichtig sind und die wir in unseren Lifestyle integrieren wollen.

A: Um trotzdem klare Kante zu machen haben wir ein paar Regeln für uns selbst. Und eine sehr einvernehmliche unausgesprochene Regel ist zum Beispiel, dass besonders schöne Momente live und direkt genossen werden, statt sie immer für Instagram und Co. festzuhalten.

Könntet Ihr Euch vorstellen auch mal einen Monat offline zu gehen? Nicht nur mit dem Blog, sondern auch privat einfach mal komplett ohne Internet und Smartphone unterwegs zu sein?

A: Das können wir uns nicht nur vorstellen, das haben wir sogar schon gemacht – und versuchen’s in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Fakt ist allerdings, dass es schon was anderes, sprich ein bisschen schwieriger ist, seit es Viertel\Vor gibt. Dieses Jahr haben wir uns einen Monat Blog-Pause gegeben, einmal die Woche aber trotzdem was auf Instagram gemacht.

Zum Schluss – was ist Euer Lieblingslabel aus dem Fair Fashion Bereich?

A: Dürfen wir nur eins nennen? Hoffentlich nicht! Es gibt ja auch so viele Bereiche. Ich liebe die Schuhe von Veja. Wir tragen beide sehr gern Armedangels und Kings of Indigo, schätzen aber auch die kleinen jungen Labels, die einen noch individuelleren Designanspruch erfüllen und noch Mal eine andere Zielgruppe für Slowfashion erreichen. Jan’n Jun zum Beispiel oder Philomena Zanetti. Und ich liebe die Philosophie von Bridge & Tunnel.

M: Ich finde auch Armedangels cool, weil sie es schaffen ein sehr breites Spektrum anzubieten. Ansonsten mag ich Knowledge Cotton Apparel, BasicRights und Nudie Jeans sehr gern.

Toll, vielen Dank Euch Zwei!

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