Folge 8: Über Tintenfische

Alle freuen sich! Endlich bereichere ich nicht nur meinen Freundeskreis, sondern auch das GREENALITY-Magazin mit meinem unnützen Wissen aus Tier-Dokus! Viel Spaß mit der neuen Besserwisser-Reihe „Lisa’s Fun Facts aus der wundersamen Welt der Tiere“!

Tintenfische (Coleoidea oder Dibranchiata) haben einen irreführenden Namen. Sie gehören nämlich nicht zur Gattung der Fische sondern zu der der Kopffüßer. Der urtümlichste rezente Kopffüßer ist der Nautilus (Auch „Perlboot“ genannt), ein lebendes Fossil. Er hat immernoch eine äußere Schale. Ein Großteil der Kopffüßer hat diese schon lange nicht mehr.

Am bekanntesten unter den Tintenfischen sind die Gruppen der Sepien und die der Kalmare. Alle Tintenfische sind an ihrem Tintenbeutel erkennbar.

 

Fakt

Tintenfische haben drei Herzen.

Ein Zentralherz pumpt das Blut direkt in Hirn und Körper, und vor den beiden Kiemen sorgt je ein Herz dafür, dass auch die Atmungsorgane rasch durchströmt werden. Die Kraft der drei Herzen verleiht dem Tintenfisch zudem einen überaus gleichmäßigen Pulsschlag: rund 40 Takte pro Minute.

Während ihr Vorfahre der Nautilus noch ein Aasfresser ist, können „moderne“ Tintenfische, dank der hervorragenden Sauerstoffversorgung ihre Beute erjagen.

Das Blut eines Tintenfisches ist übrigens nicht rot, sondern bläulich-grün so wie das eines Hummers. Das liegt am Kupfer, das die Rolle des Eisens beim Sauerstofftransports übernimmt. Sobald das Kupfer mit O2 in Berührung kommt,färbt es sich bläulich.

Auch bei der Nahrungsaufnahme verhalten sich Tintenfische anders als die anderen. Sinneszellen um ihre Saugnäpfe, die sich and en Fangarmen befinden, herum senden Informationen an das Hirn über Geruch und Gechmack der gefangenen, aber noch nicht verzehrten Beute.

Erst wenn das hoch entwickelte Gehirn sein OK gibt, wird die Beute, z.B. Krebse, verzehrt indem die papageienschnabelartig geformten Kiefer den Panzer knacken und die Raspelzunge den rest erledigt.

Die klassische Tintenwolke, die die Tiere bei Gefahr ausstoßen, dient zur Verwirrung der Gegner. Manche Arten von Tintenfischen haben die Tinte noch mit einem örpereigenen Betäubungsmittel angereichert, das den Geruchssinn des Angreifers kurzfristig außer Gefecht setzt. Der Hauptbestandteil der Tintenflüssigkeit ist Melanin.

Ein Ausschnitt aus der Doku „Der findige Tintenfisch“ findet ihr hier:

Credits: ©  Kletr / Adobe Stock

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