Folge 5: Über eine unglaublich hässliche Königin

Alle freuen sich! Endlich bereichere ich nicht nur meinen Freundeskreis, sondern auch das GREENALITY MOVEMENT-Magazin mit meinem unnützen Wissen aus Tier-Dokus! Viel Spaß mit der neuen Besserwisser-Reihe „Lisa’s Fun Facts aus der wundersamen Welt der Tiere“!

Der Nacktmull. Wie der Name so das Tier. Hässlich. Er stammt aus der Familie der Sandgräber und ist ein Nagetier. Er ist nur 15 Zentimeter groß, kaum behaart, lebt eng gedrängt mit seinen Artgenossen in unterirdischen, stickigen Höhlen und er kennt keinen Schmerz, das heißt er ist das einzige Weibeltier, das Säurereizungen nicht wahrnimmt. Außerdem ist er fast blind. Und trotzdem eigentlich ganz cool.

Fakt

Nacktmulle sind die einzigen Säugetiere, die eindeutig eusozial leben. Das bedeutet, sie sind in der Lage wie Insekten Staaten zu bilden. Damit niemand ihren Platz streitig macht, verhindert die Königin der Kolonie die Fruchtbarkeit der anderen Weibchen.

Ein Botenstoff im Urin der Königin (daran zu erkennen, das sie größer und heller ist als alle anderen) unterdrückt die Fruchtbarkeit der anderen Weibchen. Sobald die Königin stirbt, kommt es zu einer Revolution: Jedes Weibchen könnte zur Nachfolgerin werden.

Bei diesem Kampf gibt es auch einige Tote. Wenn diese Krise überstanden ist, nimmt die Gewinnerin die Merkmale der Königin an. Nach ugefähr einem halben Jahr ist die neue Königin wieder fortpflanzungsfähig.

Berliner Forscher haben übrigens herausgefunden, dass Nacktmull-Männchen das Geschlecht der Nachkommen so beeinflussen können, indem es mehr Spermien des gewünschten Geschlechts produzier. Für die Kolonie sind übrigens in der Regel mehr weibliche Nachkommen von Vorteil, weil die als Arbeiterinnen der Gesellschaft mehr Nutzen bringen.

Ein netter Beitrag über Nacktmulle:

Credits: ©  Kletr / Adobe Stock
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