Fashion Revolution Week – Aktiv gegen Modemissstände

Who made my clothes? Schriftzug

„Who made my clothes?“ – Das ist die zentrale Frage, die während der wichtigsten Woche in der Fair Fashion Welt gestellt wird. Im Rahmen der Fashion Revolution Week rücken die sonst ungehörten Stimmen der Modewelt in den Vordergrund: die der Näher*innen und Produzent*innen. Gleichzeitig wird Transparenz von den Moderiesen gefordert und alle kommen zusammen, um die Industrie nachhaltig zu verbessern.

Was ist die Fashion Revolution Week?

Die Fashion Revolution Week ist eine Woche voller Aktionen und Events rund um das Thema Modeindustrie. Sie entstand im Zusammenhang mit dem Einsturz des Gebäudes Rana Plaza am 24. April 2013, bei dem über 1000 Näher*innen ums Leben gekommen sind. Zu Gedenken dieses tragischen Ereignisses und zur Verbesserung der Situation wurde die Fashion Revolution Week ins Leben gerufen. 

Wann findet sie statt?

Die Fashion Revolution Week findet in der Woche um den 24. April, dem Fashion Revolution Day, statt. In diesem Jahr 2021 wird sie vom 19. bis 25. April sein. Veranstaltet wird sie von dem gemeinnützigen Verein Fashion Revolution im Vereinigten Königreich, dies ist die größte globale aktivistische Mode-Bewegung

Wie läuft die Fashion Revolution Week ab?

Während der gesamten Woche gibt es verschiedene Veranstaltungen und Wege, sich als Bürger*in, Marke, Händler, Produzent*in, Gewerkschaft, Educator oder Journalist*in einzubringen. Hier findest Du alle Workshops, Talks und sonstigen Events, die dieses Jahr stattfinden. Beispielsweise das Fashion Open Studio, bei welchem Designer*innen vorgestellt werden, die fair, innovativ und lösungsorientiert arbeiten. Gleichzeitig gibt es viele Beiträge zu den Hashtags #whomademyclothes, #whatsinmyclothes, #whomademyfabric und #imadeyourclothes auf Social Media.

Also: Who made my clothes?

Durch diese Frage wird konkret Aufmerksamkeit auf die Menschen hinter der Kleidung gelenkt und große Modemarken werden zur Rede gestellt: Wenn die Welt Antworten verlangt, müssen die Riesen Transparenz gewährleisten. Sonst verhält es sich ähnlich wie bei den Klimazielen, viele Unternehmen schleichen sich einfach am Thema vorbei und werfen lange Schatten. Oft denkt man nicht daran, wer für unsere Kleidung und die günstigen Preise verantwortlich ist, was das soziale Experiment „The 2 Euro T-Shirt“ gezeigt hat:

Um das Thema Transparenz weiter voranzutreiben, veröffentlicht Fashion Revolution ein jährliches Paper, den sogenannten Fashion Transparency Index. In diesem werden Modeunternehmen nach ihren Antworten zu sozialen und umweltpolitischen Praktiken gerankt. Ein hoher Rang bedeutet nicht automatisch das größte soziale Engagement, aber zeigt die Art und Weise, wie Informationen an die Öffentlichkeit weitergegeben werden. 

Wie kann ich mich beteiligen?

Für die Teilnahme hat Fashion Revolution komplette Guides erstellt, die übersichtlich darstellen, was man als Einzelperson oder Gruppe tun kann. Dazu zählt zum Beispiel:

  • ein #whomademyclothes-Poster auf Google Drive herunterladen, drucken und auf Social Media posten, dabei eine Modemarke taggen und konkret befragen
  • E-Mails und Produktreviews mit der Frage „Who made my clothes?“ an die Unternehmen senden
  • eines der Poster am eigenen Fenster anbringen oder selbst gestalten
  • Events der Fashion Revolution Week besuchen
  • Fashion Revolution finanziell unterstützen
  • Fashion Revolution auf Instagram folgen, den Newsletter abonnieren und Freund*innen auf das Thema aufmerksam machen
  • sich allgemein über die Themen Slow Fashion, Upcycling, Nähen und Reparieren informieren, hierzu z.B. bei den Fashion Changers vorbeischauen

Werde jetzt aktiv!

Egal wie Du an der Fashion Revolution Week teilnimmst, eines bleibt immer gleich: Um die Modeindustrie nachhaltig zu verändern, müssen große Modemarken hinterfragt werden und wir Konsument*innen uns unserer eigenen Entscheidungsmacht bewusst werden. Mit jedem Kleiderkauf entscheidest Du, welche Bedingungen Du unterstützen möchtest. Wenn Du auf der Suche nach fairer und nachhaltiger Mode bist, für die weder Mensch noch Umwelt leiden müssen, schaue bei den Marken EYD (Empower your dressmaker), Jan ‘n June, Armedangels, Knowledge Cotton Apparel, Veja oder Flamingos’ Life vorbei. Pro gekauftem Teil unterstützt Du bei GREENALITY gleichzeitig unsere Mission A Lesson For Fashion und finanzierst eine Schulstunde in Bangladesch, um die Zukunft in der Textilindustrie direkt zu beeinflussen.

Nun wünschen wir Dir eine schöne abwechslungsreiche Fashion Revolution Week! Ich schau mir jetzt bei der wundervollen 92-jährigen Bet an, wie man in zwei Minuten Pom Poms herstellt. 


Foto-Credits: FRW 2021 Campaign Assets/ Fashion Revolution

Written By
More from Jennifer Klenk

Capsule Wardrobe: Werde zum Kombinations-Käpsele

Fällt es Dir manchmal schwer zu entscheiden, was Du heute anziehen sollst?...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.