EcoCrowd: Coole Crowdfunding-Kampagnen

Vor allem Nachhaltigkeit ist beim Crowdfunding ein großes Thema geworden. So spezialisieren sich immer mehr Plattformen auf Umweltschutz. Eine davon ist EcoCrowd.

Crowdfunding-Plattformen spezialisieren sich immer mehr auf einzelne Teilbereiche, was den Vorteil hat, dass Projekte, die für die breite Masse vielleicht nicht ganz so interessant sind, auf themenspezifischen Plattformen nicht untergehen und direkt die richtige Zielgruppe ansprechen.

EcoCrowd ist auch eine von diesen spezialisierten Plattformen für Menschen mit innovativen und nachhaltigen Ideen, die nicht genug finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um sie in die Realität umzusetzen. Einzige Voraussetzung: Das zu unterstützende Projekt muss konkret zum Umweltschutz beitragen.

AZADI: Faire Mode aus Indien

Vor sechs Monaten von der Deutschen Umweltstiftung ins Leben gerufen ist EcoCrowd bereits extrem erfolgreich und hat mit einzelnen Projekten zahlreiche UnterstützerInnen gefunden.

In ein paar Tagen endend und bis jetzt bei der Crowd ein Hit: „AZADI-Mode für Freiheit“. Faire Mode aus Stoff , der von einer indischen Manufaktur bezogen wird, die nach den Kriterien des WFTO (World Fair Trade Organisation) zertifiziert ist.

Genäht wird die Kleidung von jungen Frauen, die in einem Heim leben, das von STOP (Stop Trafficking and Oppression of Children and Women), einer Organisation, die sich für Frauenrechte einsetzt, gegründet wurde.

Die jungen Frauen waren einst von Zwangsprostitution betroffen und können bei STOP eine Ausbildung machen, unter anderem auch als Modedesignerinnen und Schneiderinnen. So können sie beim Aufbau der Modemarke AZADI (was auf Hindi „Freiheit“ bedeutet) zu fairen Löhnen mitwirken.

Don’t Waste The Waste: Plastik-Recycling für Ghana

Bereits abgeschlossen, aber bemerkenswert ist die erfolgreiche Kampagne für das Projekt „Don’t Waste The Waste“. Das Social Enterprise will in Ghana das Recyceln von Plastikabfällen für die Menschen dort attraktiver machen und somit die Umwelt schonen.

Da in Ghana die staatlichen Förderungsmittel nicht immer da landen, wo sie gebraucht werden, ist die Müllentsorgung ein großes Problem. Die Menschen verbrennen aus Mangel an Alternativen ihren Müll hinter ihren Häusern oder auf Deponien.

Schaden tut das nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen, die ständig den giftigen Dämpfen und den katastrophalen hygienischen Zuständen ausgesetzt sind. Außerdem ist es eine riesen Verschwendung von Ressourcen. Mit Hilfe von „Don’t Waste The Waste“ soll sich das nun ändern.

Das Unternehmen kauft Plastikabfälle von Privathaushalten und verkauft diese dann wiederum an ghanaische Recyclingfirmen weiter. Damit wird Ghana sauberer, die ärmeren Menschen haben eine zuverlässige Einnahmequelle und tragen dabei noch zum Umweltschutz bei.

Wie man sieht, gibt es immer Ideen, die zur Rettung unserer Welt beitragen könnten. Dank Plattformen, auf denen diese an die Öffentlichkeit gelangen und dann von der Crowd unterstützt werden. Die „Crowd“ ist manchmal eben doch nicht so blöd, wie man denkt…

 

Credits: „Blatt (Große Telekie)“ von H.P. Brinkmann, lizensiert nach CC BY 2.0

 

 

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