Coca Cola killt Mehrweg: Ein Konzern plant den Ausstieg

Der Coca-Cola-Konzern hat den Mehrweg-Ausstieg eingeleitet und könnte damit das gesamte Mehrwegsystem zum Kollabieren bringen.

Schon in den Neunzigern und den sogenannten „Nuller-Jahren“ hat Coca Cola mehrfach versucht, das deutsche Mehrwertsystem zu kippen, das unsere Umwelt und unsere Ressourcen schonen soll.

Jetzt tut der Konzern wieder alles dafür, das System abzuschaffen und könnte damit dank seiner Marktführerposition sogar Erfolg haben.

Coca-Colas Kriegserklärung an das Mehrwegsystem

Was genau es für Coca-Cola bedeutet Marktführer zu sein, kann man bei Wikipedia nachlesen. Fast alle führenden Getränkemarken gehören dem Konzern. Allein in Deutschland verkaufte Coca Cola im Jahr 2013 3,8 Milliarden Liter Limonade.

Eine klare Schlüsselposition also, durch die der Ausstieg des Unternehmens aus dem Mehrwegsystem zu einer Bedrohung für die gesamte Idee der Mehrwegverpackungen macht. Sollten weitere Getränkekonzerne mitziehen, könnte das schneller gehen als gedacht, doch auch alleine würde der Getränkeriese das System zum Wanken bringen.

Bis jetzt wurden die 0,5 l und die 1,5 l -Mehrwegflaschen durch Einwegflaschen ersetzt. Dass die 1,0l-Flasche auch bald folgen wird, wird von Coca Cola zwar dementiert, ist aber die logische Konsequenz daraus. Schließlich war der Konzern schon immer daran interessiert, das Mehrwegsystem in Deutschland abzuschaffen.

Der Grund ist klar: Geld sparen. Die Logistik der Mehrwegflaschen ist teurer als die der Einwegflaschen. Nachhaltigkeit spielt dabei keine Rolle, wie bei allen Handlungen des Coca-Cola-Konzerns.

Der ARD-Markencheck über Coca Cola

Proteste gegen Coca Cola

Die Petition auf SumOfUs wurde bereits von mehr als 180.000 Menschen unterschrieben und vor einigen Tagen in Berlin bei einer Protestaktion gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe dem Getränkekonzern übergeben.

Von der Politik wurde gefordert, eine Lenkungsabgabe von 20 Cent auf alle Einweggetränke einzuführen. Außerdem hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bereits von einer erweiterten Kennzeichnungsvorschrift von Einweg und Mehrweg gesprochen. Das sollte dann wohl schnellstens in die Wege geleitet werden.

Auch Arbeitsplätze wären von dem Ausstieg des Konzerns betroffen, da in den Mehrweg-Abfüllstandorten hunderte von Menschen beschäftigt sind, deren Aufgabe komplett wegfallen würde.

Die Proteste der DUH in Berlin

Pfand bedeutet nicht gleich Mehrweg

Die Glas-Pfandflaschen des Mehrwegsystems können bis zu 50 Mal, solche aus PET bis zu 25 Mal befüllt werden, was nicht nur für Umwelt und Klima erhelblich schonender ist, da es Ressourcen spart und weiteren Müll vermeidet.

Da es seit 2003 zusätzlich zum Mehrwegpfand auch ein Einwegpfand gibt, ist das Pfandsystem für viele Menschen immer schwerer durchschaubar geworden.

Während es früher klar war, dass eine Pfandflasche eine Mehrwegflasche ist, können wir davon inzwischen nicht mehr ausgehen. Erkennen können wir Mehrwegflaschen daran, dass das Mehrwegzeichen darauf ist, oder ein „Mehrweg“-Schriftzug.

Außerdem werden auf Mehrwegflaschen entweder 8 oder 15 Cent Pfand erhoben, während auf Einwegflaschen 25 Cent Pfand sind und dazu noch das DPG-Logo über dem Barcode abgebildet ist.

Lasst uns also ganz genau hinschauen beim Getränkekauf! Der Coca-Cola-Konzern ist schon lange, wie Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe so schön sagt, das weltweite “ Symbol für Umweltzerstörung und die Vermüllung von Landschaft und Meeren“.  Es wird Zeit, dass wir uns querstellen!

 

Credits: „Coca Cola“ vonMartijn van Sabben, lizensiert nach CC BY-SA 2.0

 

 

Written By
More from Lisa Stanew

Crowdfunding: CLEANRIVERPROJECT und RESTLOS GLÜCKLICH

Ein Fotoprojekt, das auf die Verschmutzung von Flüssen aufmerksam machen soll und...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.