Amina oder doch Stella?

Liebe Amina, wir verfolgen schon länger Deinen Blog und sind immer wieder begeistert von den spannenden Inhalten rund um das Thema Nachhaltigkeit. Kannst Du für unsere Leser, die Dich noch nicht kennen, kurz was zu Dir erzählen?

Erst mal Danke! Für die lieben Worte und die Einladung meinerseits ein paar Worte mit euch zu teilen. Zu mir: Ich bin Amina. Wer mich über den Blog kennt, nennt mich aber meistens Stella 😉 Ursprünglich aus Linz, habe ich mein aktuelles Zuhause in Wien gefunden, wo ich lebe, arbeite und verrückte Dinge tue.

Eigentlich hätte mich mein Ausbildungsweg ja in den Tourismus geführt, aber meine kreative Ader und Neugierde waren stärker, weshalb ich vor anderthalb Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt habe, immer mit Freunden an der Hand und an vielen kleinen Projekten mitwirkend.

Heute arbeite ich in der Agentur better, die für mich Arbeit, Leidenschaft und Familie ist, betreibe den Blog stellamina.com, engagiere mich vermehrt für nachhaltiges Unternehmertum und Green Marketing und schenke den Rest der meiner Zeit dem Projekt Wardrobe Revolution, mehr dazu weiter unten 😉

Aber keine Sorge, mein Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Meine große Leidenschaft gehört dem Sport, dem Kochen, der Fotografie und dem Reisen – wie auch auf meinem Blog immer wieder zu sehen ist.

Wann hast Du mit Deinem Blog begonnen? Wie kamst Du dazu? Und ging es von Anfang an schon um nachhaltige Themen oder hat sich das erst entwickelt

Nachhaltigkeit, Gesundheit und soziales Engagement sind Themen mit denen ich mich seit Jahren, auf einer sehr persönlichen Ebene, beschäftige. Irgendwann wurde ich immer öfter auf meine Erfahrungen angesprochen und habe aus einem Versuch heraus mit meinem Blog gestartet, das war vor ca. 3,5 Jahren. Damals hieß er noch Grasgrün & Himmelblau, war bunt, süß und die Mädchenversion von stellamina. Durch meine Arbeit im Impact Hub Vienna habe ich immer mehr rund um nachhaltige Themen erfahren und irgendwann beschlossen, dass es an der Zeit ist, meinen Blog „erwachsen“ werden zu lassen, um mich Themen ernsthafter widmen zu können. So entstand vor einem guten Jahr stellamina.

 

Was ist das Spannendste für Dich am Bloggen und auf was könntest Du gut verzichten?

Das Spannendste und Schönste sind bei weitem die Projekte, Bekanntschaften und Freundschaften, sowohl jene im direkten Umfeld als auch jene die Online entstehen.
Verzichten könnte ich auf das Labelling das man als „Bloggerin“ erfährt. Wie in jeder anderen Branche auch, gibt es die verschiedensten Ansätze und Ausführungen einen Blog zu betreiben. Geld, Werbung, etc. spielen dabei zumindest im Nachhaltigkeitsbereich und vor allem bei mir eine sehr untergeordnete Rolle. Schade ist, dass der eigentliche Wert, die Bilder, Texte und Persönlichkeit hinter Blogs oft unterschätzt bleiben.

Ist es manchmal schwierig die Grenze zu ziehen zwischen dem Privatleben und dem Bloggen? Wie schaffst Du das beziehungsweise was machst Du, um privat auch mal runterzukommen?

Die Grenze musste für mich nicht zwischen Privat und Öffentlichkeit gezogen werden, sondern zwischen Arbeit und Freizeit. Zu Beginn hatte ich das Gefühl mehrmals pro Woche am Blog aktiv sein zu müssen, wöchentliche Newsletter zu verfassen etc. Das geht eine Zeit lang, bis Druck und Stress kommen – und damit das Aus. Mittlerweile veröffentliche ich nur noch dann, wenn ich mir die Zeit dafür nehmen kann und auch den Kopf dafür frei habe. Das garantiert, dass ich auch mit Liebe und Leidenschaft schreibe – und entsprechend gute und spannende Inhalte für meine Leser thematisiere. Die Herausforderung bestand also darin zu akzeptieren, dass man nicht immer überall sein kann, und manchmal auch ‚zu spät’ ist. Das ist aber okay.

Bezüglich der Inhalte gibt es für mich zwei Herangehensweisen. Jene die ich für den Blog oder die Kanäle erstelle, und jene die einfach spontan im Alltag entstehen. Bei Zweiterem war mein größtes Learning: Momente für mich selbst festzuhalten und nicht für die Sozialen Medien. Das gibt Freiheit und gleichzeitig auch mehr Ehrlichkeit. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine viel verrücktere Nudel bin, als es aus dem Text vielleicht erscheinen mag. Der weiß, dass ich mir manchmal Mehl in die Haare schmiere und meine Zähne mit Kohle putze (unter anderem). Der weiß, dass ich die Erste und oft Letzte auf der Tanzfläche bin. Aber nicht alles muss auf den ersten Blick offensichtlich sein 😉

Neben STELLAMINA hast Du einige weitere tolle Projekte. Unter anderem hast Du dieses Jahr den Fair Fashion Guide #WardrobeRevolution gemeinsam mit anderen BloggerInnen herausgebracht. Wie seid Ihr auf die Idee gekommen und wie war die Zusammenarbeit?

Die Wardrobe Revolution ist für mich das Parade-Beispiel für gute Zusammenarbeit und was Dank dem Netzwerk, das wir untereinander gerade schaffen, alles möglich ist. Begonnen hat es mit einer Initiative von Vreni (Jäckle und Hösle) die eine Art Blog Parade zum Fair Fashion Revolution Day ausgerufen hat. Ich habe zu diesem Zeitpunkt gerade erst in die Welt der Fair Fashion geschnuppert. Mein Fokus lag damals auf nachhaltiger, gesunder Ernährung und sozialem Unternehmertum und ich war auf der Suche nach DEM EINEN Guide. Einem Guide der mit erklären kann, worum es bei Fair Fashion geht, worauf man achten kann und an wen man sich wenden kann. Nachdem ich so eine Ressource aber nicht gefunden habe, und genau wusste, dass ich das alleine nicht stemmen kann, habe ich die anderen um Mithilfe gebeten. In Anna von Kunstikindermag fand ich meine zweite starke Hand und gemeinsam mit 30 BloggeInnnen ist dann nach Eigenregie der Slow Down your Wardobe Guide entstanden – ein E-Book über Slow Fashion, mit lauter persönlichen Beiträgen und Tips.

 

Das klingt super spannend. Und wie geht es weiter mit diesem Projekt?

Wenn alles gut geht, startet schon bald ein Crowdfunding-Projekt dazu. Ich möchte den Guide verbessern, vermehrt bebildern, Experteninterviews einfügen UND das ist das wichtigste in zwei Sprachen als Printprodukt verfügbar machen. Sollte es soweit sein. Gebe ich natürlich Bescheid 😉

Ja unbedingt und nun zum Schluss – was ist Dein Lieblingslabel aus dem Fair Fashion Bereich?

Wenn es um das Design geht – viele! Besonders schön finde ich aber die Erreichbarkeit und Persönlichkeit von Fair Fashion Labels, weshalb mir die Zusammenarbeit oder Bekanntschaft mit diesen auch besonders viel bedeutet. Jyoti Fair Works, MilaVert, MyMarini, Jan’n June, Wunderwerk – um nur einige davon zu nennen. Nicht zu vergessen sind aber auch die vielen Second Hand Läden. Da kaufe ich besonders gern ein 😉

Tausend Dank liebe Amina!

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