Kategorie: ‘Things 2 Know’

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DHL GoGreen in der Kritik

Grüzi liebe Greenality-Liebhaber,

Wie mehreren Lesern von euch bekannt sein sollte, nutzen wir DHL GoGreen, das einen CO² reduzierten Versand verspricht. Schade dass das wohl aber nicht auf die zu verwendeten Ressourcen zutrifft.
Derzeit befinden sich 10 Fahrzeuge der DHL auf der Straße die mit Palmöl angetrieben werden, welches aus Asien geliefert wird. Durch die nicht anhaltende Nachfrage des Bio Sprits werden dort unzählige Hektar Torf- und Regenwälder abgeholzt um den Anbau von neuen Palmölplantagen zu sichern.
Die Spitze des Eisberges ist aber, dass bei der Brandrodung so viel CO² pro Hektar ausgesetzt wird, dass man dort mehrere Jahrhunderte Palmöl anbauen muss um den CO² Ausstoß wieder entgegen zu setzen.

So macht DHL GoGreen leider wenig Sinn! Wir sind gespannt wie DHL auf die Vorwürfe reagieren wird. Wir werden das ganze im Auge behalten und gegeben falls reagieren und Konsequenzen ziehen.
Aufgedeckt hat den Skandal übrigens „Rettet den Regenwald e.V.“ bei denen es auch eine Unterschriftenaktion gibt.

Euer Markus

Rettet den Regenwald e.V.

Earthlings

Earthlings ist ein Dokumentarfilm in Spielfilmlänge, welcher auf das Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Natur eingeht. Absolut sehenwertes Teil. Zusammen mit “We Feed The World” sicherlich eines DER Standardwerke. Also zieht Euch das Teil rein. Wichtig wäre aber, dass Ihr Euch die DVD auch kauft! Nur wenn wir solche Projekte auch finanziell unterstützten, können Sie auf einem so hohen Niveau produziert werden!

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Saubere Sachen von Kirsten Brodde

Vor 2 Tagen ist das “Saubere Sachen” Buch von Kirsten Brodde erschienen. Wie der Name schon verrät, geht es um Fair Trade und Bio Kleidung, also korrekte Klamotten. Die Autorin schnappt wirklich jedes wichtiges Thema auf und schreibt in einem sehr angenehmen Stil, nicht zu Wissenschaftlich aber auch nicht zu Locker, die richtige Mischung eben.

Saubere Sachen von Kirsten Brodde

Folgende Themen werden behandelt:

  • Grüner Konsum
  • Kann man sich eine bessere Welt kaufen?
  • Die Rolle der Promis
  • Sweatshops (moderne Sklavenarbeit)
  • Pestizide (Gift auf dem Acker)
  • Die grellbunte Gefahr
  • Klimakiller Kleidung
  • Tchibo, ein Fallbeispiel
  • Grüne Mode
  • Wo kann man grüne Mode kaufen?
  • Die Labels, welchen kann man trauen?
  • Bio-Baumwolle
  • Naturfasern
  • Kunstfasern
  • 2nd Hand
  • Links, Tipps und Herstellerübersicht

Das Buch ist für mich quasi schon ein Neo-Klassiker :) Ein absolutes Muss, für jeden der sich für Öko-Kleidung interessiert.

„Uns gehört die Welt“ von Klaus Werner-Lobo

unsgehoertdieweltVon Armut sind in der so genannten 3.Welt sehr viele Menschen betroffen. Was sind eigentlich die Ursachen dafür? Oft fehlt es diesen Menschen gar nicht an Arbeit, sonder sie kommen mit dem erarbeiteten Geld einfach nicht über die Runden. Die Arbeitgeber dieser Menschen sind oft große Konzerne wie Adidas und Nike oder deren Subunternehmen. Gerade in der Klamotten-Industrie werden solche Ausbeuterbetriebe (Sweatshops) schon fast als „normal” betrachtet. Es ist nichts außergewöhnliches daran, wenn Kinder mit 10 Jahren den ganzen Tag vor der Nähmaschine sitzen und Kleidung für uns Europäer fertigen. Genau wegen diesen Missständen ist es auch nötig das es Labels gibt die Fair Trade Kleidung herstellen.

Wie aber entseht eigentlich Armut? Wer das Wissen will, dem lege ich das Buch „Uns gehört die Welt” von Klaus Werner-Lobo nahe. Der Autor erzählt ganz nüchtern, warum es uncool ist, bei Mac Donalds zu essen, oder warum man nicht stolz darauf sein muss im Adidas Trikot der Deutschen Nationalmannschaft Fußball zu spielen. Das Ziel von dem Buch ist es dem Menschen wieder ein Bewusstsein dafür zu geben, dass eine bessere Welt möglich ist, denn „Uns gehört die Welt”!

Klaus Werner-Lobo: “Uns gehört die Welt!”
Klaus Werner-Lobo: “Uns gehört die Welt!”

Links und weitere Infos:
http://unsdiewelt.com/

So funktioniert Greenality

Da es euch ja sicherlich brennend interessiert wie Greenality funktioniert, haben wir es einfach mal aufgeschrieben. Ihr bekommt damit einen kleinen Einblick in das Geschehen eines Öko-Fashion Labels.

Hier mal eine Grafik:

produktionszyklus

Und nun zu den einzelnen Stationen:

1. Bauern (Bio-Baumwolle)

Anbau der Bio-Baumwolle, diese wird dann an die Textilfabrik geliefert. Die Bauern bekommen dann für die Bio-Baumwolle einen fairen Preis bezahlt. Auch sie werden natürlich in den Fair Trade Prozess mit einbezogen. Die gesamte Produktionskette wird von der Soil Association inspiziert und geprüft. Nur so kann man sicher gehen, dass es sich auch wirklich um Bio-Baumwolle handelt.

2. Textilfabrik

Hier wird die rohe Bio-Baumwolle gereinigt, gefärbt, verarbeitet und veredelt, es ist also ein weiter Weg bis zum fertigen T-Shirt. Die fertigen Textilien werden dann zum Großhändler nach Deutschland verschifft. Die Arbeiter in der Fabrik werden gerecht entlohnt, haben angemessene Arbeitszeiten und einen festen Arbeitsvertrag. Der Betrieb wird ständig von der Fairwear Foundation überprüft, denn nur so kann man sicher gehen, dass die Shirts auch wirklich Fair Trade sind, denn nicht überall wo Fair Trade draufsteht ist auch Fair Trade drin oder so ähnlich hehe :)

3. Großhändler

Auch der Großhändler wird von der Fairwear Foundation und der Soil Association geprüft und lizenziert. Der Großhändler verdient seine Brötchen mit dem Verkauf von Textilien an Gewerbekunden und Wiederverkäufer. Unser Händler hat auch konventionelle Produkte, also nicht nur Shirts aus Bio-Baumwolle, in seinem Angebot. Da der Großhändler sich aber schon seit Jahren für Öko-Textilien einsetzt und sein komplettes Angebot Fair Trade ist, haben wir uns für ihn entschieden.

4. Öko-Drucker

Wir lassen uns die Shirts direkt zu unserem Drucker liefern, so können wir den unnötigen Weg über das Greenality Hauptquartier einsparen. Die Shirts werden hier nach unseren Vorgaben (via Grafikdateien) im Siebdruckverfahren (auf Wasserbasis) bedruckt. Der Drucker sendet uns dann die fertig bedruckten Shirts. Wenn es sich einrichten lässt, senden wir die Ware auch direkt vom Drucker zu den Ladengeschäften, somit können wir einiges an CO2 einsparen.

Wir lassen unsere Shirts in einem kleinen 2-Mann-Betrieb bedrucken. Die 2 Jungs kennen wir aus persönlichen Telefongesprächen und können somit sicher gehen das Sie unseren Way of Life teilen. Sie haben sich auf das bedrucken von Fair Trade und Bio Kleidung spezialisiert, also genau unser Ding :)

5.Greenality

Von unserem Büro in Filderstadt verschicken wir die Bestellungen an Euch Endkunden oder an Wiederverkäufer (also an Ladengeschäfte). Da wir es zum Glück nicht weit zur Post haben, erledigen wir die Botengänge meistens mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Das Auto kommt nur in ganz wenigen Fällen zum Einsatz.

Wir im Greenality Hauptquartier legen großen Wert auf umweltfreundliches Arbeiten. Den Strom für unser Büro beziehen wir über die Firma „Naturstrom”, eine der 4 unabhängigen Firmen auf dem Öko-Strom-Markt. Der größte Stromfresser in unserem Büro ist mit großem Abstand unser Laptop, der quasi rund um die Uhr bis Feierabend läuft. Wir lassen ihn aber bei der normalen Arbeit meistens im Energiesparmodus laufen, nur wenn wir zB mit dem Grafikprogramm Photoshop arbeiten stellen wir ihn auf den Turbo ;)

Wir achten auch darauf den Papierverbrauch so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund bekommt Ihr auch keinen Lieferschein mit eurer Bestellung, sondern nur eine Rechnung. Das ganze Prozedere ist dann halt nicht ganz rechtskonform, aber der Umwelt zu liebe einfach besser. Wir senden Euch auch keine Unnötigen „Wie kann ich eine Retoure zurückschicken” oder „Feedback” Formulare mit. Wenn was ist, einfach eine email schreiben und wir regeln das zu eurer Zufriedenheit :)

6. Post | DHL

Die gelben Flitzer liefern eure Fair Trade und Bio Klamotten schnell nach Hause, auf Wunsch und ohne Aufpreis auch als GoGreen Päckchen (leider unversichert). Für jedes verschickte GoGreen Päckchen investiert die Deutsche Post einen bestimmten Betrag in die Aufrüstung Ihres umweltfreundlichen Fuhrparkes. Eine tolle Sache wie wir finden!

Wir haben uns aber noch auch aus anderen Gründen für die Deutsche Post | DHL entschieden. Der Briefzusteller-Markt ist ja bekanntlich stark umkämpft und Firmen wie Hermes setzen zB sehr stark auf Subunternehmer, die dann quasi für Dumpinglöhne arbeiten müssen und sich gegenseitig unterbieten. Bei der DHL kommt das leider auch vor, aber Sie haben trotzdem immer noch die besten Arbeitsbedingungen. Wir unterstützen also das geringste Übel.

Eigentlich sind mehrere Postzusteller ökologisch und menschlich eh totaler Schwachsinn, aber gut, das ist ein Thema für sich:)

7.Online-Kunde

Genießt das Tragegefühl eures Greenality-Shirts, nun ist es endlich da. Wie Ihr vielleicht festgestellt habt, sind unsere Shirts auch nicht in extra Plastikhüllen oder ähnlichem eingepackt. Wir versuchen auch nur Packmaterial zu verwenden, das schon einmal gebraucht wurde. Immer ist das leider nicht möglich, aber wir bemühen uns darum!

8. Ladengeschäfte

Tja zu diesem Punkt gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Wir arbeiten mit ein paar kleineren Läden zusammen, die ausschließlich auf Fair Trade Produkte setzen. Von diesen Läden gibt es zwar nicht viele in Deutschland, aber mit eurer Unterstützung vielleicht bald immer mehr ;) Positiv zu berichten ist auch, dass diese Läden, neben dem Fairtrade Gedanken, auch immer öfters auf Bio-Baumwolle oder andere ökologische Naturtextilien setzen. Das ist ja aber auch die logische Weiterentwicklung :)

Ich hoffe wir konnten Euch einen transparenten Einblick in das Öko-Textil „Biz” geben. Falls Ihr Fragen, Kritik oder Lob habt, einfach eine email an mail@greenality.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. schicken und wir werden uns a.s.a.p. mit Euch in Verbindung setzen, versprochen ;)