Ballsport mit Attitüde: Der FC St.Pauli
Der FC St.Pauli, dessen Fans es übrigens gar nicht mögen, wenn in den Medien verkürzt von Pauli die Rede ist, ist der etwas andere Club vom Hamburger Millerntor.
Gegründet wurde der FC St.Pauli offiziell 1910, Fußball wurde allerdings schon vorher gespielt, dies aber als Hamburg – St. Pauli Turnverein von 1862. Ein geregelter Punktspielbetrieb wurde erst mit dem Beitritt zum Norddeutschen Fußballbund möglich. Bis zum heutigen Tage pendelte der Verein durch so ziemlich sämtliche Spielklassen, wobei die aktuelle Zugehörigkeit zur 1.Bundesliga in jeder Hinsicht den Höhepunkt darstellt.
Die Liste der größten Erfolge ist durchaus lang, nationale Titel der ersten Spielklasse sucht man jedoch leider vergebens. Immerhin errangen die Kiezkicker 1947 die Hamburger Meisterschaft und ab den 60er Jahren konnten bis heute mehrere Aufstiege mit damit verbundenen guten Platzierungen in den jeweiligen Spielklassen gefeiert werden. Zuletzt erreichte man 2010 in der 2.Bundesliga den zweiten Platz und stieg damit nach vielen Jahren mal wieder nach ganz oben auf. Nun wäre der FC nicht der FCSP, wenn man nicht auch eigene Erfolgsmaßstäbe anlegen würde: So schwärmt man auf St.Pauli heute noch über den 2:1-Heimsieg (2002) über den großen FC Bayern, den man als Tabellenletzter empfing oder 2006 über den Vorstoß ins Halbfinale des DFB-Pokals als Regionalligist. Auch die Tabellenführerschaft am ersten Spieltag der Saison 1995/96 sollte hier nicht unter den Tisch fallen.





