Olivenöl – Kulturgut durch Jahrtausende
Olivenöl ist seit Jahrtausenden als Nahrungs- und Heilmittel bekannt. Rund um den gesamten Mittelmeerraum wurde schon seit vorchristlichen Zeiten neben Wein und Feigen auch der Anbau von Olivenbäumen betrieben.
Schon der griechische Schriftsteller Homer berichtet in seinen Schriften von der Verwendung des wertvollen Öles und schon 6000 Jahre vor Christus soll es den Anbau von Olivenbäumen und die Verwendung von Olivenöl auf der griechischen Insel Kreta gegeben haben. Sowohl zur Einnahme, wie auch zur Verwendung in Salben, war das Öl gegen allerlei Beschwerden beliebt.
Ebenso wurde in Rom das Öl nicht nur in der Küche, sondern auch zur äußeren Anwendung genutzt, indem es mit anderen aromatischen Essenzen vermischt wurde und damit dann zum Beispiel der Körper eingerieben wurde. Damit viele Bürger Roms in den Genuss von Olivenöl kommen konnten, wurde das Öl sogar aus den weit entfernt liegenden Provinzen herantransportiert.
In Deutschland kannte man das Öl bereits ab dem 12. Jahrhundert und Hildegard von Bingen empfahl nicht nur das Öl, sondern auch einen Tee aus den Blättern des Olivenbaumes. Dies sollte bei Verdauungsbeschwerden und Magenproblemen helfen. Das Öl allerdings, so empfahl die Ordensfrau, sollte nur zur äußerlichen Anwendung, zum Beispiel bei Schmerzen angewandt werden.
Die gesunden Bestandteile des Olivenöls zur Einnahme waren ihr nicht bekannt.



