Kaffee gehört zu den wichtigsten Agrargütern vieler Entwicklungs- und Schwellenländern. Kaffee wird außer für den oft erheblichen Inlandsbedarf zum großen Teil für den Export produziert. Die größten der etwa 50 Kaffeeländer sind Brasilien mit einer Produktion von etwa 2,5 Millionen Tonnen sowie Vietnam, Kolumbien und Indonesien mit jeweils über 500.000 Tonnen. Im Kaffeesektor werden weltweit zwanzig bis dreißig Millionen Menschen beschäftigt.
Die regional überragende Bedeutung des Kaffees hat in der Regel gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftstruktur und die Ökologie in den Anbauländern. Insbesondere kleine Länder wie Honduras, Guatemala oder Ost-Timor sind ökonomisch weitgehend von ihrer Kaffeeproduktion abhängig und deshalb oft auch politisch zur Rücksichtnahme auf die wirtschaftlichen Interessen der Kaffeeindustrie bereit. (weiterlesen …)
Ihr seit einfach DIE BESTEN!! Ich ware dieses Jahr 2x in Dortmund und beide Male trat ich die Heimreise mit einem super “Der-Pott-Und-Greenality-Ist-Ein-Gutes-Team-Gefühl” an.
Für alle die nicht wissen was wir dort getrieben haben: Wir waren Aussteller auf der FAIR2010, DER Messe für den fairen Handel! Hier ein paar Impressionen:
Die Outdoor-Branche trotzte der Wirtschaftskrise und konnte in den letzten Jahren starke Umsatz-Zuwächse verbuchen. Die Branche vermittelt gerne ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Doch wie fair sind eigentlich die Produktionststätten dieser Firmen? Werden die Arbeiter wirklich gerecht entlohnt?
Anlässlich der vom 15. bis 18. Juli stattfindenten Outdoor Fachmesse in Friedrichshafen, hat die “Kampagne für Saubere Kleidung” einige Outdoor-Marken auf Herz und Nieren geprüft.
Lang, lang ist es her, als Neunmalkluge meinten, sie müssen mal ihr Vermögen das Klo hinunterspülen.
Mittlerweile sind knappe 2 Jahre vergangen und die Finanzkrise ist immer noch spürbar, aber zum Glück nicht bei Fairtrade Produkten, wie die Tagesschau, die schon eine Weile her ist, berichtete.
Es ist schön zu sehen, dass Freunde des nachhaltigen Lebensstils trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin darauf achten, was in Ihrem Einkaufswagen landet.
Aber wir sind uns natürlich auch bewusst, dass sich nicht jeder Mensch faire Bio Produkte leisten kann. Wir sollten also nicht mit erhobener Nase durch die Welt laufen
Wie ich heute aus meiner Tageszeitung erfahren habe, stammt jede 2. Jeans in deutschen Geschäften aus Bangladesch und China. Diese beiden Länder sind vor allem wegen des niedrigen Preises gefragt. So kostet eine Hose aus China im Schnitt 6,93 €, die aus Bangladesch sogar nur 4,72 €. Der Durchschnittspreis aller importierten Jeans liegt bei exakt 9.75 €. Wenn man bedenkt, für wie viel Geld so eine Jeans oft über die Ladentheke wandert, ist die Gewinnspanne für die Markenfirmen enorm hoch, obwohl diese kaum Arbeit damit haben. Das verdeutlicht mal wieder, wie unverschämt und krank die meisten Markenfirmen agieren.
Heute gab es übrigens noch einen weiteren Artikel über Bangladesch in der Tageszeitung „Regierung verbietet das Betteln in Bangladesch und entzieht dadurch 100.000ten von Einwohnern die Lebensgrundlage“.
Quelle: Stern -> Bangladesch, ein armes Land
Bei den Jeans-Preisen braucht man sich nicht wundern, warum in Bangladesch nichts vorangeht. Und wer ist schuld? Die Markenfirmen? Der Kapitalismus? Wir Verbraucher?
Ich denke es ist eine Kombination aus all diesen Faktoren. Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung ist sicherlich der Faire Handel, also Fair Trade. Man darf aber auch nicht davon ausgehen, dass die Arbeiter dadurch fürstlich entlohnt werden. Sie sind trotzdem noch bettelarm, nur vielleicht nicht mehr ganz so arg wie vorher.
Vor ein paar Tagen bin ich übrigens auf die Grameen Knitwear via HessNatur gestoßen. Der Chairman der Non-Profit Fabrik ist Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus höchstpersönlich. Ich war mal so frei und hab mich direkt an den Produzenten gewendet, wäre ja nicht schlecht, wenn diese Fabrik eine Vorbildfunktion in Bangladesch einnehmen könnte. Aber noch überzeugt mich das Ganze nicht zu 100%, ich werde auf jeden Fall weiter recherchieren, ob diese Fabrik wirklich so fair zu Ihren Mitarbeitern ist, wie es den Anschein hat.