Die Outdoor-Branche trotzte der Wirtschaftskrise und konnte in den letzten Jahren starke Umsatz-Zuwächse verbuchen. Die Branche vermittelt gerne ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Doch wie fair sind eigentlich die Produktionststätten dieser Firmen? Werden die Arbeiter wirklich gerecht entlohnt?
Anlässlich der vom 15. bis 18. Juli stattfindenten Outdoor Fachmesse in Friedrichshafen, hat die “Kampagne für Saubere Kleidung” einige Outdoor-Marken auf Herz und Nieren geprüft.
Lang, lang ist es her, als Neunmalkluge meinten, sie müssen mal ihr Vermögen das Klo hinunterspülen.
Mittlerweile sind knappe 2 Jahre vergangen und die Finanzkrise ist immer noch spürbar, aber zum Glück nicht bei Fairtrade Produkten, wie die Tagesschau, die schon eine Weile her ist, berichtete.
Es ist schön zu sehen, dass Freunde des nachhaltigen Lebensstils trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin darauf achten, was in Ihrem Einkaufswagen landet.
Aber wir sind uns natürlich auch bewusst, dass sich nicht jeder Mensch faire Bio Produkte leisten kann. Wir sollten also nicht mit erhobener Nase durch die Welt laufen
Wie ich heute aus meiner Tageszeitung erfahren habe, stammt jede 2. Jeans in deutschen Geschäften aus Bangladesch und China. Diese beiden Länder sind vor allem wegen des niedrigen Preises gefragt. So kostet eine Hose aus China im Schnitt 6,93 €, die aus Bangladesch sogar nur 4,72 €. Der Durchschnittspreis aller importierten Jeans liegt bei exakt 9.75 €. Wenn man bedenkt, für wie viel Geld so eine Jeans oft über die Ladentheke wandert, ist die Gewinnspanne für die Markenfirmen enorm hoch, obwohl diese kaum Arbeit damit haben. Das verdeutlicht mal wieder, wie unverschämt und krank die meisten Markenfirmen agieren.
Heute gab es übrigens noch einen weiteren Artikel über Bangladesch in der Tageszeitung „Regierung verbietet das Betteln in Bangladesch und entzieht dadurch 100.000ten von Einwohnern die Lebensgrundlage“.
Quelle: Stern -> Bangladesch, ein armes Land
Bei den Jeans-Preisen braucht man sich nicht wundern, warum in Bangladesch nichts vorangeht. Und wer ist schuld? Die Markenfirmen? Der Kapitalismus? Wir Verbraucher?
Ich denke es ist eine Kombination aus all diesen Faktoren. Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung ist sicherlich der Faire Handel, also Fair Trade. Man darf aber auch nicht davon ausgehen, dass die Arbeiter dadurch fürstlich entlohnt werden. Sie sind trotzdem noch bettelarm, nur vielleicht nicht mehr ganz so arg wie vorher.
Vor ein paar Tagen bin ich übrigens auf die Grameen Knitwear via HessNatur gestoßen. Der Chairman der Non-Profit Fabrik ist Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus höchstpersönlich. Ich war mal so frei und hab mich direkt an den Produzenten gewendet, wäre ja nicht schlecht, wenn diese Fabrik eine Vorbildfunktion in Bangladesch einnehmen könnte. Aber noch überzeugt mich das Ganze nicht zu 100%, ich werde auf jeden Fall weiter recherchieren, ob diese Fabrik wirklich so fair zu Ihren Mitarbeitern ist, wie es den Anschein hat.
Heute war die Presse von der Lokalzeitung, in unserem provisorischem Aspacher Office, zu Besuch. Sie sind gerade dabei einen Artikel über Öko Kleidung zu schreiben und haben uns dabei nicht vergessen. Sehr schön!! Die Fotografin hat auch ein paar tolle Bilder von mir gemacht, hoffentlich grins ich auf denen nicht all zu dämlich Der Reporter hat auch intelligente Fragen gestellt, somit bin ich zuversichtlich, dass der Artikel Bombe wird.
Ich hab nun auch selber mal ein wenig recherchiert, was bei uns im Rems-Murr-Kreis so geboten ist an fair gehandelten Öko Klamotten. Bis auf den Weltladen in Backnang und Greenality gibt es glaube ich nicht viel in diese Richtung. Den Backnanger Weltladen kann ich Euch aber auf jeden fall empfehlen, er hat echt ne riesen Auswahl an Fair Trade und Öko Klamotten vor allem von der Marke “Ethos”. Wenn ich da richtig informiert bin, werden die Textilien von Ethos auch aus Bio-Baumwolle produziert und sind sogar mit Naturfarben gefärbt. Sehr geil, wenn Greenality mal Groß ist, wollen wir das auch so handhaben mit dem Färben. Schaut da auf jeden Fall mal rein, wenn ihr in der Gegend seit.
Ethos aus Paris, stellt feinste Öko Klamotten her!
Heute unterschreibt Greenality einen Lizenzvertrag mit Transfair. Diese Lizenz erlaubt uns, unsere neue Kollektion mit dem Fairtrade-Siegel auszustatten. Somit kann der Verbraucher (also Ihr) sofort erkennen, dass die Baumwolle unter Fairtrade-Richtlinien produziert wurde. Mehr Infos folgen, sobald das ganze zu 100% unter Dach und Fach ist.
Checkt die Website von Transfair für mehr Infos über Fairtrade