Bio-Biere: Ein Prost auf unsere Umwelt!
Durst wird durch Bier erst schön, sagt der Volksmund. Umweltbewusstsein ist eine moderne Notwendigkeit geworden. In Lokalen, beim behaglichen Grillabend oder auf Partys – kurz überall da, wo wir Gemütlichkeit mit Genuss verbinden, löscht meistens Bier unseren Durst. Grund genug, auszukundschaften, welche Alternativen es gibt, um bei dem beliebten Getränk nicht nur über Umweltschutz zu debattieren, sondern ihn auch zu schmecken. Greenality hat herausgefunden: Bier ist nicht gleich Bier und fand das Bio-Bier! Es ist eine wohlschmeckende Alternative zu „normal“ hergestelltem Gerstensaft. Im Geschmack steht es den herkömmlichen Sorten in nichts nach. Es hat ihnen sogar sehr viel voraus.
Was unterscheidet Bier von Bio-Bier?
Jeder kennt das Deutsche Reinheitsgebot. Oberflächlich gesehen, halten sich die Brauereien daran. Diese Jahrhunderte alte Regelung spricht immerhin eine gute Werbesprache. Genau betrachtet, ist jedoch das Bio-Bier das wirkliche reine. Warum?
Die Herstellung gängiger Biere ist ähnlich wie die des Bio-Biers. Doch es gibt Unterschiede, die nicht sofort auffallen. Beim Hopfenanbau wird beispielsweise Triphenylzinn, ein giftiges Pflanzenschutzmittel genutzt. Nach der Ernte kommt Schwefel hinzu – wegen der besseren Haltbarkeit. Da sind 10 Gramm auf jedes Kilo Hopfen keine Kleinigkeit. Trotz aller Reinheitsgebots-Regeln ist es den Brauereien gestattet, Hopfenextrakt zu verwenden. Der entsteht aber erst, wenn er durch Lösungsmittel extrahiert wird und die sind rein chemisch: Methylenchlorid und Hexan. Gerste für die Malzgewinnung sollte einen Eiweißgehalt von 9,5 bis 11,5 Prozent haben. Gute Erträge basieren auf gutem Dünger. In dem Fall ist es „guter“ Stickstoff. Wasser ist auch nicht gleich Wasser. Zudem erlaubt das Biergesetz moderne Beifügungen, Konservierungsstoffe mit wohlklingenden Namen: Polyvinylpolypyrrolidon, auch PVPP genannt, Schwefel und Kieselsäuresubstanzen. Die Füllhöhe in den Bierflaschen muss immer gleich sein. Radioaktive Bestrahlung macht’s möglich. Die ist gestattet, selbst wenn es nicht sehr appetitlich klingt, dass da Americium 241 verwendet wird. Das Element ist Abfall, der bei der Wiederaufbereitung von Kernbrennstäben entsteht. Auf dem Etikett muss das nicht vermerkt werden. Na, Prost!
Im Gegensatz dazu basiert die Herstellung von Bio-Bier schon bei den Rohstoffen auf rein biologischem Anbau. Pestizide und andere Chemikalien werden nicht verwendet. Das Bio-Bier wird hergestellt wie in den Zeiten, in denen das Reinheitsgebot entstand. Da gab es nur die natürliche Art des Anbaus von Hopfen und Gerste. Auch das Wasser war nicht den massiven Umwelteinflüssen unserer Zeit ausgesetzt. Damals wurde Bier auf die reinste und gesündeste Art gebraut. Das Reinheitsgebot wird heute im Fall Bio-Bier wortgetreu befolgt. Die Auswahl an Bio-Biersorten wird zusehends größer und wenn ihr es erst probiert, merkt ihr, dass es geschmacklich hervorragend ist.
Welche Sorten gibt es?
Waldecker Landbier ist ein Produkt aus der Meierhof Wirtebrauerei in Ottbergen/Höxter. Die Zutaten stammen überwiegend aus der Region, sind biologisch streng kontrolliert, ebenso wie die Zutaten, die überregional bezogen werden. Die drei Bio-Biere überzeugen: Waldecker Hell, naturtrüb Dunkel und Hefe-Weizen. Die Bayreuther Bio-Weiße von Maisel ist gleichfalls eine leckere Alternative. Mit zehn verschiedenen Bio-Bieren wartet die Pinkus-Brauerei in Münster, zugleich die älteste Bio-Brauerei, auf. Dann gibt es das Luchs Bio-Weißbier aus Oberfranken und aus der Rhön kommt das Rother Bräu mit Bio-Urweizen und Bio-Urpils.

Allen voran präsentiert sich das Lammsbräu aus der Oberpfalz, das bereits weit über seine regionalen Grenzen vertrieben wird. Die Auswahl ist groß: vierzehn Biere von feinherber Geschmacksrichtung über aromatisch, erfrischend, bis zu Spezialitäten, einschließlich Radler. Dazu kommen vier alkoholfreie Sorten. Lammsbräu verwendet generell Naturhopfen. Über die Qualität und die gesundheitlichen Aspekte gibt es offizielle Untersuchungen. Über Jahrzehnte entwickelte sich die Bioerzeugergemeinschaft und dass die Brauerei auf eine eigene Mälzerei stolz ist, sagt alles. Die Brautradition geht auf 400 Jahre zurück. Das große Engagement vom Neumarkter Lammsbräu bezeugt obendrein das „ökologische Reinheitsgebot“, das sich die Brauerei selbst zu Recht gegeben hat.
Zum Wohl!





